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Leiden Sie unter chronischen Schmerzen

und verlieren Sie langsam die Geduld und Balance im Alltag?

Haben Sie es schon mal mit multimodaler Entspannung versucht?

( Kombination von 5 anerkannten Verfahren)

 

Außerdem können Sie eine differenzierte Selbsthypnose lernen,

um die Selbsthilfe / Selbstwirksamkeit zu verbessern.

 

Musiktherapie ist auch ein klinisch anerkanntes Verfahren,

was Ihnen eine Recherche über Prof. Dr. R. Spintge (link)

- in der Deutschen Gesellschaft für Schmerzmedizin - schnell vor Augen führt ...

 

Mit Hilfe von z.B selbstgewählter aktiver Musiktherapie

„machtvollen Klängen und Instrumenten“

wie auch spezifischer rezeptiver Musik  - über eine High-End Hifi- Musikanlage -

können Sie beeindruckende Ablenkung erfahren

und wieder Vertrauen in Selbstregulation bekommen.

 

Nicht zuletzt kann eine spezifische Atemtherapie und Stimm- Meditation

innere Ausgeglichenheit verbessern helfen.

 

Seit Anfang 2019 arbeite ich in der multimodalen Schmerztherapie der Klinik Barmbek.

Das evaluierte Entspannungsverfahren habe ich in 20 Jahren klinischer Neurologie entwickelt.

 

Fragen Sie nach einem kostenlosen Vorgespräch. Hausbesuch möglich!

 

30 Min. 40 €  -  60 Min. 70 €        Sonderangebot:  10 Termine 500€,  bei Vorauszahlung

 

Hier ein informativer Text von Prof. Dr. S p i n t g e :

Die ältesten Zeugnisse der menschlichen Heilkunde belegen, dass Musik immer ein wichtiger Bestandteil therapeutischer Rituale und Behandlungen war. Mehr als 10.000 Jahre zurück lassen sich derartige archäologische Funde nachweisen. In den sich entwickelnden Hochkulturen des alten China, des Vorderen Orients, Ägyptens und später dann auch in der Antike existieren vielfältige Zeugnisse und Dokumente bildlicher und schriftlicher Art über die Verwendung von Musik zu Heilzwecken. Wissenschaftliche Untersuchungen haben bestätigt, dass Musik vor allem über den Rhythmus biologische Regelkreise wie Herzschlag, Atmung, Blutdruck, den Spannungszustand von Muskeln und die Sc8hmerzempfindlichkeit positiv beeinflussen kann. 

Die moderne Schmerzmedizin hat erkannt, dass lange Zeit anhaltender, chronischer Schmerz zu einer eigenen Schmerzkrankheit wird, die geprägt ist von dem Teufelskreislauf aus Schmerz – Stress – Angst – Hilflosigkeit – Enttäuschung – Anspannung – und noch mehr Schmerz. Die Schmerzkrankheit umfasst nicht nur eine gestörte Regulation wichtiger Lebensvorgänge im Körper des Schmerzkranken, sondern beeinflusst auch seine bewusste Wahrnehmung, das Selbstwertgefühl, das Denken bis hin zum emotionalen Befinden. 

In dieser ganzheitlichen Sicht kommt die oft sinnvolle medikamentöse Schmerzlinderung an ihre Grenzen. Medikamente können unzureichend wirksam sein oder müssen so hoch dosiert werden, dass die Lebensqualität der Patienten eingeschränkt wird. Aus dieser Situation heraus erinnern wir uns an ergänzende Hilfsmittel, mit denen Patienten durchaus auch Linderungen ihrer Schmerzen erfahren, wie z.B. durch Musik. Musik-Medizin versteht sich hier als wissenschaftlich fundiertes Verfahren zur Unterstützung und Ergänzung schulmedizinischer Maßnahmen in Prävention (Vorbeugemaßnahmen) und Therapie.


So verringert sich z.B. durch den Einsatz von Entspannungsmusik vor, während oder nach einer Operation der Schmerzmittelbedarf deutlich. Bei der Verknüpfung von Musik mit gesprochener Entspannungsanleitung verringerten sich beim täglichen Hören von 25 Minuten über 3 Wochen nicht nur die Schmerzintensität, sondern auch die Werte für Angst, Depression und Schlafstörungen – besonders bei Kopfschmerzpatienten.

Die genaue Wirkweise von Musik ist dabei noch nicht völlig geklärt.

Neben der Aufmerksamkeitsfokussierung und dem damit verbundenen Ablenkungseffekt kann es zu einer deutlichen Dämpfung der Stressreaktion mit verminderter Ausschüttung von Stresshormonen in das Blut, zu einer Anhebung der Schmerzschwelle (Schmerztoleranz), zu einer direkten Dämpfung der Schmerzwahrnehmung auf Ebene des Gehirns, zu einer Senkung der Muskelspannung, zu einer Förderung von Lebensmut sowie zu einer psychomotorisch verbesserten Koordination bei krankengymnastischen Übungsbehandlungen kommen. Diese Behandlungseffekte werden quasi ohne Nebenwirkungen erreicht. 

Belegte Erfolge bei der Bekämpfung des akuten Schmerzes durch Musik haben in vielen Kliniken zum Einsatz einer routinemäßigen Schmerzbehandlung durch Musiktherapie bzw. Musik-Medizin („Audioanalgesie“) geführt. Aber auch im Rahmen der Selbsthilfe gewinnt die Schmerzbehandlung durch Musik an Bedeutung, besonders da, wo Heilung nicht mehr möglich ist.
Man unterscheidet zwischen aktiver Musiktherapie, wo der Patient sich mit Stimme oder einem Instrument einbringen kann, und rezeptiver Musiktherapie, die über einen Tonträger wie zum Beispiel eine CD gehört wird.

In der Praxis erhält der Schmerzkranke speziell für diese Zwecke entwickelte Musik vor und während einer Behandlungssitzung beim Schmerztherapeuten. Ebenso werden musikgestützte Programme zur Selbstanwendung zu Hause im Sinne einer Hilfe zur Selbsthilfe eingesetzt. Solche Programme, die auch am Arbeitsplatz Verwendung finden können, erfordern es, dass der Patient selbst seine Musikauswahl trifft. Musik ist für jeden einzelnen Menschen mit unterschiedlichen Erinnerungen und Empfindungen verbunden, deshalb soll sie seinem persönlichen Geschmack in der betreffenden Situation entsprechen, ihm zunächst Ablenkung und Entspannung ermöglichen, um dann in einem zweiten Schritt aufmunternd und aktivierend zu wirken. Befragt man solcher Art betreute Patienten auch über mehrere Jahre zu ihren Erfahrungen, so betonen rund 90% aller Betroffenen die Nützlichkeit eines derartigen Musikeinsatzes. 

Die Internationale Gesellschaft für Musik in der Medizin e.V. und die Deutsche Musiktherapeutische Gesellschaft (DGMT) bemühen sich seit über 30 Jahren durch einen fachübergreifenden Austausch zwischen Ärzten, Musiktherapeuten, Hirnforschern und Musikern darum, den Einsatz von Musik in der Schmerzbehandlung zu erforschen und zu fördern.

R a l p h   S p i n t g e

 

Flyer "Schmerztherapie" der DMTG (musiktherapie.de)

- link


 

Neben Publikationen zu Einzelfällen und zu theoretischen Erklärungsansätzen liegen, gemessen an der verhältnismäßig geringen Verbreitung des musikmedizinisch-musiktherapeutischen Fachgebietes, bereits zahlreiche empirische Wirknachweise zum Einsatz von Musik in der Schmerzbehandlung vor. Die Komplexität der unterschiedlichen Schmerzstörungen jedoch ebenso wie die große Bandbreite der musikalisch-therapeutischer Möglichkeiten führen zu einer hohen Heterogenität von Studien, was die Zusammenführung in Meta-Analysen und Reviews erschwert. Dileo & Bradt konnten jedoch bereits 2005 die erste Meta-Analyse zu musikmedizinischen und musiktherapeutischen Forschungsergebnissen in der somatischen Medizin vorlegen. Aus ihr ist zu entnehmen, dass sich die musiktherapeutischen Studien überwiegend durch kurze Behandlungsdauern und geringe Fallzahlen, dafür aber eine hohe interne Reliabilität auszeichnen. Besonders von der Heidelberger Forschungsgruppe wurden für die Behandlung chronischer Schmerzpatienten wurden bis zu 20 Sitzungen umfassende Musiktherapie-Manuale entwickelt, die eine Vergleichbarkeit von Studien gewährleisten und die Evidenznachweise einer Schmerzlinderung ermöglichen (Koenig et al. 2013). Aktuell liegt eine sog. Umbrella-Review von Martin-Saavedra et al. (2018) zu den systematischen spanisch-, italienisch-, französisch-, deutsch und englischsprachigen Reviews zu RCT-Studien vor, die zwischen 2004 und 2017 erschienen sind. In der Mehrheit der systematischen Reviews wurden signifikante Schmerzreduktionen aber mit unterschiedlicher Effektstärke gefunden. Dies gilt auch für die Kindermusiktherapie bei Schmerz (Bradt 2019). Bei Palliativpatienten kann bereits eine einzige Musiktherapiesitzung positive Auswirkungen auf die Schmerzintensität haben, wie die RCT-Studie von Gutgsell et al. (2013) ergab, aber es sind, wie in den meisten Studien zunächst nur kurzzeitige Wirkungen nachgewiesen. Um die zugrundeliegenden psychologischen und physiologischen Prozesse dieser Kurzzeitwirkungen zu verstehen, werden derzeit an die Universitätskliniken Magdeburg und Ulm Studien zum Einfluss der Musiktherapie auf die Herzratenvariabilität durchgeführt. Auf neurophysiologischer Ebene fanden sich im Experiment mit gesunden Probanden (Hauck et al. 2013), bei dem es um die Verarbeitung artifizieller Schmerzreize unter dem Einfluss von 6 verschiedenen musikalischen Stimuli ging, signifikante Korrelationen zwischen neurophysiologischen und psychophysischen Daten nur bei subjektiv bedeutsamen Musikreizen. Da die schmerzreduzierende Wirkung persönlich präferierten Musik mit Aktivierungen in tiefer liegenden Hirnregionen korrelierte, wurde dieser Befund als Ablenkung vom Schmerz interpretiert. Währenddessen ging die schmerzintensivierende bzw. schmerzlindernde Wirkung bei den selbst angefertigten Klangkompositionen mit neuronalen Aktivitäten im primären somatosensorischen Kortex einher, was die Forscher als neurophysiologische Modulation der Schmerzwahrnehmung interpretierten. Auch diese Ergebnisse beziehen sich zunächst nur auf kurzzeitige Wirkungen, sind aber der pharmakologischen Schmerzbehandlung deswegen überlegen, weil umfassendere neuronale Schmerzverarbeitungsprozesse angestoßen werden und weil keine negativen Nebenwirkungen bekannt sind.

Autorin: Prof. Dr. Susanne Metzner (2018 DMTG webside)

 

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